Ca‘ Pesaro in Venedig ist ein monumentaler Barockpalast am Canal Grande und Sitz der Galleria Internazionale d’Arte Moderna. Das Museum liegt im Sestiere Santa Croce und gehört zu den Musei Civici di Venezia. Es verbindet die Architektur eines der wichtigsten Paläste Baldassare Longhenas mit einer Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst, die von den frühen Biennale-Ankäufen bis zu jüngeren Schenkungen reicht.
Im Mittelpunkt stehen Werke des 19., 20. und 21. Jahrhunderts, darunter Arbeiten von Rodin, Klimt, Medardo Rosso, Umberto Boccioni, Felice Casorati, Gino Rossi, Arturo Martini, Giorgio de Chirico, Giorgio Morandi, Kandinsky, Miró, Robert Rauschenberg, Cy Twombly, Marina Abramović und weiteren internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Im dritten Obergeschoss befindet sich außerdem das Museo d’Arte Orientale, das in den Rundgang eingebunden ist und mit demselben Besuch einen ganz anderen Sammlungsschwerpunkt eröffnet. Zur Einordnung von Geschichte, Architektur und Sammlung geht es gleich – Tickets, Öffnungszeiten und Eintrittspreise folgen ganz am Ende dieses Beitrags.
Geschichte
Die Geschichte von Ca‘ Pesaro beginnt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die venezianische Familie Pesaro, eine wohlhabende und einflussreiche Adelsfamilie, ließ am Canal Grande einen neuen Palast errichten. Mit dem Entwurf wurde Baldassare Longhena beauftragt, der wichtigste Architekt des venezianischen Barock – derselbe Architekt, der auch die Basilica di Santa Maria della Salute und Ca‘ Rezzonico entwarf.
Der Bau begann 1659. Longhena schuf einen Palast, der die Tradition der venezianischen Stadtresidenz mit einer neuen barocken Monumentalität verband. Die Arbeiten kamen zunächst gut voran: 1679 reichte die aufwendig gestaltete Fassade bereits bis zum zweiten Obergeschoss. Als Longhena 1682 starb, war der Bau jedoch noch nicht vollendet. Die Fertigstellung übernahm später Gian Antonio Gaspari, der den Palast 1710 unter weitgehender Achtung des ursprünglichen Entwurfs abschloss.
Nach dem Ende der Familie Pesaro wechselte der Palast mehrfach den Besitzer – zunächst an die Gradenigo, später an die armenischen Mechitaristen. Eine entscheidende Wende brachte das späte 19. Jahrhundert, als Ca‘ Pesaro in den Besitz der Familie Bevilacqua La Masa gelangte. Die Duchessa Felicita Bevilacqua La Masa bestimmte testamentarisch, dass der Palast der Stadt Venedig zugutekommen und der Förderung junger Künstler dienen sollte.
Aus dieser Verfügung entwickelte sich eine der wichtigsten Institutionen für moderne Kunst in Venedig. 1902 bestimmte die Stadt Ca‘ Pesaro offiziell als Sitz der Galleria d’Arte Moderna. Zwischen 1908 und 1924 fanden im Mezzanin die historischen Ausstellungen der Bevilacqua La Masa statt. Sie boten jungen Künstlern eine Plattform und standen teilweise in kritischem Abstand zur offiziellen Biennale – wodurch Ca‘ Pesaro zu einem wichtigen Ort der künstlerischen Erneuerung in Italien wurde.
Parallel dazu nahm der Palast eine zweite Sammlung auf: 1925 einigten sich der italienische Staat und die Stadt Venedig darauf, im Gebäude auch das Museo d’Arte Orientale unterzubringen, das 1928 im dritten Obergeschoss eröffnete. Seitdem ist Ca‘ Pesaro Standort zweier eigenständiger Museen unter einem Dach – die städtische Galerie moderner Kunst und die staatliche Sammlung asiatischer Kunst.
Architektur
Ca‘ Pesaro gehört zu den wichtigsten Palastbauten des venezianischen Barock. Der Entwurf stammt von Baldassare Longhena, die Fertigstellung erfolgte durch Gian Antonio Gaspari. Der Palast zeigt, wie Longhena klassische Ordnung, venezianische Palasttradition und barocke Plastizität miteinander verband.
Die Fassade zum Canal Grande ist besonders reich gestaltet. Longhena orientierte sich an der venezianischen Renaissancearchitektur Jacopo Sansovinos, interpretierte sie jedoch in einer barocken Sprache neu. Das Erdgeschoss ist durch ein kräftiges Diamantquaderwerk geprägt, darüber erheben sich zwei Hauptgeschosse mit rhythmisch gereihten Rundbogenfenstern, plastischen Säulen, Portalen, Masken, Figuren und ornamentalen Details. Die starke Modellierung erzeugt ein lebendiges Spiel von Licht und Schatten, das der Fassade ihre monumentale Wirkung gibt.
Auffällig ist auch die Verbindung von Wasserzugang, Androne und Hof. Wie viele venezianische Paläste war Ca‘ Pesaro auf den Canal Grande ausgerichtet. Der palastartige Eingang vom Wasser führte ursprünglich in einen großen Durchgangsraum, der das Gebäude mit dem Hof verband. Im Inneren liegt ein monumentaler Innenhof mit einer großen vera da pozzo. Der Wechsel zwischen Wasserfassade, Androne, Hof und Treppenanlage zeigt den repräsentativen Charakter des Gebäudes.
Das Innere des Palastes war ursprünglich reich ausgestattet. Zu den Künstlern, die an der Ausstattung beteiligt waren oder mit dem Palast verbunden sind, gehören unter anderem Bambini, Pittoni, Crosato, Trevisan, Brusaferro und Tiepolo. Von der ursprünglichen Ausstattung ist nicht alles erhalten, doch die Architektur vermittelt weiterhin den Anspruch der Familie Pesaro, einen der großen Paläste am Canal Grande zu schaffen.
Als Museumsgebäude besitzt Ca‘ Pesaro heute eine besondere Doppelfunktion. Im Hauptbereich zeigt die Galleria Internazionale d’Arte Moderna moderne und zeitgenössische Kunst in barockem Rahmen; im dritten Obergeschoss erweitert das Museo d’Arte Orientale den Rundgang um eine völlig andere Sammlungstradition. Barocke Architektur, europäische Moderne und ostasiatisches Kunsthandwerk treffen so unter einem Dach aufeinander.
Ausstellungen und Sammlungen
Ca‘ Pesaro verbindet zwei Museumsbereiche im selben Palast: die Galleria Internazionale d’Arte Moderna mit moderner und zeitgenössischer Kunst sowie das Museo d’Arte Orientale im dritten Obergeschoss. Beide Bereiche sind in denselben Besuch eingebunden, unterscheiden sich aber deutlich in Sammlungsschwerpunkt, Herkunft und kunsthistorischer Einordnung.
Galleria Internazionale d’Arte Moderna

Die Galleria Internazionale d’Arte Moderna entstand aus Ankäufen, die seit den frühen Biennalen getätigt wurden, und wurde durch zahlreiche Schenkungen, Legate und spätere Erwerbungen erweitert. Der Rundgang führt vom Realismus und Divisionismus über historische Avantgarden bis zu Entwicklungen der Nachkriegszeit, des Postmodernismus und der Gegenwartskunst. Die Sammlung ist dabei nicht als reine Chronologie angelegt, sondern verbindet italienische und internationale Kunst, Skulptur und Malerei, grafische Arbeiten, Installationen und konzeptuelle Positionen zu einem Bild der Moderne, das eng mit Venedig verbunden ist, aber über die Stadt hinausweist.
Ein wichtiger Teil des Hauses sind die jüngeren Schenkungen. Seit 2015 kamen unter anderem Werke aus der Sammlung Panza di Biumo, der Donazione Gemma De Angelis Testa, der Donazione Prast, der Sammlung Sironi-Straußwald und dem Legato Del Fabro hinzu. Diese Erweiterungen haben die Galerie stärker in Richtung Gegenwartskunst geöffnet und zugleich die Verbindung zwischen privatem Sammeln und öffentlicher Museumsarbeit fortgeführt.
Dauerausstellung
Die Dauerausstellung der Galleria Internazionale d’Arte Moderna zeigt zentrale Werke der Sammlung im historischen Rahmen des Palastes. Ihr Ausgangspunkt ist der Bestand, den die Stadt Venedig seit den frühen Biennalen aufbaute. Viele Werke gelangten durch Ankäufe unmittelbar aus Ausstellungen in öffentliche Hand und dokumentieren damit die frühe Geschichte der Moderne in Venedig.
Zu den bekanntesten Werken gehören Auguste Rodins Il Pensatore und Gustav Klimts Giuditta II, auch als Salomé bekannt. Beide Werke zeigen die internationale Ausrichtung der Sammlung: Rodins Skulptur steht für die Erneuerung der modernen Plastik, Klimts Gemälde für die symbolistische und secessionistische Kunst um 1900. Zusammen mit Werken von Medardo Rosso, Umberto Boccioni, Felice Casorati, Gino Rossi und Arturo Martini entsteht ein dichter Überblick über zentrale Tendenzen zwischen spätem 19. und frühem 20. Jahrhundert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der italienischen Moderne und den Avantgarden: Giorgio de Chirico, Carlo Carrà, Giorgio Morandi, Mario Sironi, Gino Severini und weitere Künstler zeigen die Vielfalt der Kunst zwischen Metaphysik, Novecento, Futurismus, Realismus und formaler Reduktion. Diese Bestände wurden durch Nachlässe und Schenkungen wie den De-Lisi-Usigli-Bestand und das Legato Riccardo Del Fabro erheblich ergänzt.
Die jüngeren Bereiche führen in die Kunst nach 1945 und in die Gegenwart. Die Donazione Gemma De Angelis Testa bringt Werke von Robert Rauschenberg, Cy Twombly, Mario Merz, Michelangelo Pistoletto, Pier Paolo Calzolari, Anselm Kiefer, Gino De Dominicis, Mario Schifano, Marina Abramović, Vanessa Beecroft, Candida Höfer und Shirin Neshat in die Sammlung ein. Die Panza-Schenkungen erweitern diesen Bereich um amerikanische und internationale Positionen der zeitgenössischen Kunst.
Sammlung
Die Sammlungen der Galleria Internazionale d’Arte Moderna beruhen auf mehreren historischen Schichten. Der Kern entstand durch städtische Ankäufe aus den frühen Biennalen. Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts kamen Werke durch private Stifter und Mäzene hinzu, darunter Prinz Alberto Giovanelli, Baron Edoardo Franchetti, Baron Ernst Seeger, Bürgermeister Filippo Grimani und weitere Förderer. Diese Verbindung von öffentlicher Sammlungspolitik und privatem Mäzenatentum prägt das Haus bis heute.
Ein bedeutender Zuwachs erfolgte in den 1960er-Jahren durch das Legat De Lisi-Usigli. Es brachte Werke von Giorgio Morandi, Giorgio de Chirico, Carlo Carrà, Wassily Kandinsky, Joan Miró und Roberto Matta in die Sammlung. 1990 folgte die Schenkung Wildt-Scheiwiller mit mehr als 40 Skulpturen von Adolfo Wildt, wodurch die plastische Kunst des frühen 20. Jahrhunderts deutlich gestärkt wurde.
Die Donazione Panza hat den Bestand zeitgenössischer amerikanischer und internationaler Kunst erweitert: 2015 gelangten 23 Werke zeitgenössischer amerikanischer Kunst nach Ca‘ Pesaro, unter anderem von David Simpson, Phil Sims, Lawrence Carroll, Gregory Mahoney, Julia Mangold und Richard Nonas. 2026 kamen weitere 60 Werke hinzu, darunter Arbeiten von Jene Highstein, Bernard Joubert, Joseph Kosuth, Lawrence Weiner und Doug Wheeler.
Die Donazione Prast umfasst 34 Arbeiten auf Papier, darunter Zeichnungen, Aquarelle, Tempera, Druckgrafik und Radierungen. Sie bringt Künstler wie Egon Schiele, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Otto Dix, Max Beckmann, Giorgio de Chirico, Mario Sironi und Giorgio Morandi in einen konzentrierten grafischen Zusammenhang. Die Donazione Gemma De Angelis Testa von 2022 ergänzt die Sammlung mit 105 Werken der internationalen Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Das Legato Riccardo Del Fabro von 2024 umfasst 77 grafische und malerische Werke des italienischen 20. Jahrhunderts.
Zusammen entsteht eine Sammlung, die moderne Kunst nicht als geschlossenen Stil, sondern als Abfolge unterschiedlicher künstlerischer Sprachen zeigt: Realismus, Divisionismus, Symbolismus, Futurismus, Metaphysik, Novecento, Abstraktion, Arte povera, Konzeptkunst, Postminimalismus und internationale Gegenwartskunst.
Museo d’Arte Orientale

Der Rundgang endet nicht mit der Galleria Internazionale d’Arte Moderna. Im dritten Obergeschoss schließt das Museo d’Arte Orientale an – eine der größten Sammlungen japanischer Kunst der Edo-Zeit (1603–1868) in Europa und das erste staatliche Museum Italiens, das sich der Kunst Asiens widmete.
Ihre Geschichte beginnt mit Prinz Enrico di Borbone, Conte di Bardi: Zwischen 1887 und 1889 bereiste er mit seiner Frau Adelgonda di Braganza Indonesien, Südostasien und China und verbrachte rund neun Monate in Japan. Auf dieser Reise erwarb er mehr als 30.000 Objekte – Lackarbeiten, Waffen, Musikinstrumente, Textilien, Gemälde und Kultgegenstände. Zunächst richtete er die Sammlung in seiner venezianischen Residenz, dem Palazzo Vendramin Calergi, ein. Nach seinem Tod 1905 geriet der Bestand über einen Wiener Kunsthändler zunächst in den privaten Handel, wurde nach dem Ersten Weltkrieg jedoch dem italienischen Staat als Reparationsgut zugesprochen. 1925 einigten sich Staat und Stadt darauf, die Sammlung in Ca‘ Pesaro unterzubringen; 1928 öffnete das Museum im dritten Obergeschoss.
Den Kern bilden japanische Lackarbeiten aus der Edo-Zeit, darunter kunstvolle Hochzeitsaussteuern reicher Kaufmannsfamilien, dazu Schwerter und Waffen, Musikinstrumente, bemalte Wandschirme und Figuren des japanischen Schattentheaters. Eine chinesische Abteilung zeigt Jade und Porzellan verschiedener Manufakturen sowie eine bedeutende Bildrolle. Ein weiterer Bereich ist Südostasien gewidmet: Kris-Dolche, Batik-Textilien und Lederfiguren des indonesischen Schattentheaters Wayang ergänzen die Sammlung um eine dritte kulturelle Perspektive.
Bedeutung und Einordnung
Innerhalb der venezianischen Museumslandschaft ist Ca‘ Pesaro ein besonderer Ort, weil hier moderne Kunst nicht in einem neutralen Ausstellungsbau, sondern in einem barocken Palast am Canal Grande gezeigt wird. Während die Gallerie dell’Accademia die venezianische Malerei vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert und Ca‘ Rezzonico das Settecento in einem Palastkontext präsentieren, richtet dieses Haus den Blick auf Moderne und Gegenwart.
Die Bedeutung des Museums liegt auch in seiner institutionellen Geschichte. Ca‘ Pesaro wurde nicht nur als Galerie für moderne Kunst eingerichtet, sondern war von Beginn an mit der Förderung junger Künstler verbunden. Die Ausstellungen der Bevilacqua La Masa machten den Palast zu einem Ort künstlerischer Erneuerung und zu einer Alternative zur stärker etablierten Biennale. Der Begriff der „Ribelli di Ca‘ Pesaro“ steht bis heute für jene Generation, die neue Ausdrucksformen suchte und sich gegen akademische Konventionen stellte.
Kunsthistorisch verbindet die Sammlung lokale, nationale und internationale Perspektiven. Sie zeigt venezianische und italienische Entwicklungen des frühen 20. Jahrhunderts, aber auch Werke internationaler Künstler, die durch die Biennale, private Sammlungen und Schenkungen nach Venedig kamen. Rodin, Klimt, Kandinsky, Miró, Rauschenberg, Twombly, Abramović und andere machen deutlich: Ca‘ Pesaro ist nicht nur ein venezianisches Museum, sondern ein internationales Museum moderner Kunst.
Mit dem Museo d’Arte Orientale erhält der Palast eine zusätzliche, ganz eigenständige Ebene. Wer Ca‘ Pesaro besucht, erlebt deshalb nicht nur einen barocken Palast mit moderner Kunst, sondern in einem einzigen Rundgang auch einen Ausschnitt der japanischen Edo-Zeit, chinesischer Kunstfertigkeit und südostasiatischer Kultur – eine Kombination, die in Venedig einzigartig ist.
Highlights
Zu den besonderen Höhepunkten von Ca‘ Pesaro gehören Werke, Sammlungsbereiche und Räume, die die moderne Kunstgeschichte, die asiatische Sammlung und die Architektur des Palastes besonders deutlich machen. Besonders sehenswert sind:
- Gustav Klimts Giuditta II
Das Gemälde gehört zu den bekanntesten Werken der Sammlung. Es zeigt die Verbindung von Symbolismus, Wiener Secession und internationaler Moderne, die durch die Biennale früh nach Venedig gelangte. - Auguste Rodins Il Pensatore
Rodins Skulptur steht für die Erneuerung der modernen Plastik. In Ca‘ Pesaro begegnet sie dem barocken Rahmen des Palastes und schafft einen starken Kontrast zwischen historischer Architektur und moderner Form. - Die italienische Moderne mit Boccioni, Casorati und Arturo Martini
Diese Werke zeigen zentrale Entwicklungen der italienischen Kunst im frühen 20. Jahrhundert. Futuristische Dynamik, figurative Strenge und moderne Skulptur werden hier in einem breiten Zusammenhang sichtbar. - Die Donazione Gemma De Angelis Testa
Die Sammlung bringt wichtige Positionen der Nachkriegs- und Gegenwartskunst nach Ca‘ Pesaro. Werke von Rauschenberg, Twombly, Merz, Pistoletto, Kiefer, Abramović und anderen erweitern den historischen Kern der Galerie deutlich. - Die japanischen Lackarbeiten des Museo d’Arte Orientale
Die Sammlung Enrico di Borbones umfasst kunstvolle Lackobjekte der Edo-Zeit, darunter Hochzeitsaussteuern reicher Kaufmannsfamilien – ein seltener Einblick in die japanische Kunstfertigkeit des 17. bis 19. Jahrhunderts. - Die Panza-Schenkungen
Die Werke aus der Sammlung Panza erweitern Ca‘ Pesaro um amerikanische und internationale Gegenwartskunst und zeigen eine stärker konzeptuelle und räumliche Richtung innerhalb der Sammlung. - Der Palast von Baldassare Longhena
Ca‘ Pesaro ist selbst ein Hauptwerk des venezianischen Barock. Die Fassade am Canal Grande, der Androne, der Hof und die monumentale Raumwirkung gehören zum Besuch ebenso wie die Kunstwerke. - Das Wayang-Schattentheater und die chinesische Sektion
Kris-Dolche, Batik-Textilien und Lederfiguren aus Indonesien treffen im Museo d’Arte Orientale auf chinesisches Jade und Porzellan – ein kompakter Streifzug durch drei asiatische Kunsttraditionen an einem Ort.
Wer die moderne und zeitgenössische Kunst in Venedig weiter vertiefen möchte, kann den Besuch gut mit der Peggy Guggenheim Collection verbinden. Während Ca‘ Pesaro aus der städtischen Sammlung und der Biennale-Geschichte hervorgeht, zeigt die Peggy Guggenheim Collection einen stärker privaten und internationalen Blick auf die Kunst des 20. Jahrhunderts.
Tickets, Preise und Angebote
Tickets für Ca’ Pesaro in Venedig kosten 15,00 € für Erwachsene. Ermäßigte Eintrittskarten sind für 7,50 € erhältlich und gelten für Kinder und Jugendliche von 6 bis 14 Jahren, Studierende zwischen 15 und 25 Jahren, Besucher über 65 Jahre. Kinder bis einschließlich 5 Jahre erhalten freien Eintritt.
Die Tickets umfassen den Besuch der Galleria Internazionale d’Arte Moderna und des Museo d’Arte Orientale, die beide im historischen Palazzo Ca’ Pesaro untergebracht sind. Besucher können ihre Eintrittskarten bequem und sicher vorab online kaufen und so ihr gewünschtes Zeitfenster reservieren.
Wer den Eintritt mit weiteren Museen verbinden möchte, kann den offiziellen Museum Pass der Musei Civici di Venezia nutzen. Darin ist Ca’ Pesaro enthalten, zusammen mit weiteren städtischen Museen in Venedig.
Für einen ausführlichen Rundgang durch Ca’ Pesaro sollten Besucher etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen.
Museen in der Umgebung vom Ca’ Pesaro
Santa Croce zählt zu den weniger touristischen Vierteln Venedigs, und genau das macht die Lage von Ca‘ Pesaro reizvoll: ruhige Gassen auf der einen Seite, bedeutende Museen und Sehenswürdigkeiten in Gehweite auf der anderen. Wer nach dem Besuch noch Zeit hat, findet gleich mehrere Häuser, die Kunst, Architektur und Geschichte Venedigs aus ganz eigenen Blickwinkeln zeigen.
Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktinfos
Um Ihren Besuch im Museum zu planen, finden Sie hier alle wichtigen Informationen zur Adresse, zu den Öffnungszeiten und zu den Kontaktmöglichkeiten vom Ca’ Pesaro in Venedig.
Häufige Fragen zum Ca’ Pesaro
Wer einen Besuch plant oder sich für moderne Kunst, Architektur und Sammlungen in Venedig interessiert, stößt meist auf ähnliche Fragen. Die folgenden Antworten geben einen schnellen Überblick über die wichtigsten Informationen zu Ca‘ Pesaro in Venedig.
Ein barocker Palast am Canal Grande in Venedig und Sitz der Galleria Internazionale d’Arte Moderna. Das Museum zeigt moderne und zeitgenössische Kunst sowie im dritten Obergeschoss das Museo d’Arte Orientale.
Im Sestiere Santa Croce am Canal Grande. Die Adresse lautet Santa Croce 2076, 30135 Venedig.
Der Palast wurde ab 1659 nach einem Entwurf von Baldassare Longhena für die Familie Pesaro errichtet. Nach Longhenas Tod wurde der Bau von Gian Antonio Gaspari vollendet und 1710 abgeschlossen.
Besonders wichtig sind Gustav Klimts Giuditta II, Rodins Il Pensatore, Werke von Medardo Rosso, Boccioni, Casorati, Arturo Martini, de Chirico, Morandi und die jüngeren Sammlungsbereiche mit Rauschenberg, Twombly, Kiefer, Abramović und weiteren internationalen Positionen.
Weil es die moderne und zeitgenössische Kunstsammlung der Stadt Venedig in einem der wichtigsten Barockpaläste am Canal Grande zeigt. Das Museum ist eng mit der Biennale-Geschichte, der Bevilacqua La Masa und der Förderung junger Künstler verbunden.
Ja. Es befindet sich im dritten Obergeschoss und ist in den Museumsrundgang eingebunden – eine Ergänzung der Galleria Internazionale d’Arte Moderna um eine bedeutende Sammlung ostasiatischer Kunst.
Ja. Besonders sinnvoll ist die Verbindung mit der Peggy Guggenheim Collection, Ca‘ Rezzonico oder den Gallerie dell’Accademia. So lassen sich venezianische Kunst, Moderne und Gegenwartskunst in verschiedenen Sammlungskontexten vergleichen.



