M9 – Museo del ‚900 in Venedig-Mestre ist ein Museum zur Geschichte Italiens im 20. Jahrhundert. Es liegt im Zentrum von Mestre, nahe der Piazza Ferretto, und gehört zu einem neu entwickelten Kulturquartier der Fondazione di Venezia. Statt mit historischen Kunstsammlungen, Palasträumen oder klassischen Objektvitrinen arbeitet M9 mit Bildern, Filmen, Tonaufnahmen, interaktiven Installationen und immersiven Präsentationen – ein deutlicher Unterschied zu den meisten Museen der Lagunenstadt.
Der Rundgang erzählt das 20. Jahrhundert als Geschichte von Alltag, Politik, Wirtschaft, Technik, Medien, Konsum, Landschaft und Identität. Zu sehen sind keine chronologisch gereihten Einzelobjekte, sondern Themenräume, in denen Besucher selbst auswählen, welche Inhalte sie vertiefen. Das Gebäude wurde nach einem Entwurf des Berliner Büros Sauerbruch Hutton errichtet und ist Teil eines Projekts zur städtebaulichen Erneuerung im Zentrum von Mestre.
Der folgende Überblick führt durch Geschichte, Architektur und Ausstellungen des Museums und ergänzt diese Darstellung abschließend um Hinweise zu Öffnungszeiten, Tickets und Eintrittspreisen.
Geschichte
M9 entstand aus dem Ziel, Mestre einen neuen kulturellen Mittelpunkt zu geben. Die Stadt auf dem Festland gehört administrativ zu Venedig, wurde aber lange vor allem als Wohn-, Verkehrs- und Industriestandort wahrgenommen. Während die historische Lagunenstadt durch Paläste, Kirchen und Kunstsammlungen geprägt ist, entwickelte sich Mestre im 20. Jahrhundert stark durch Verkehr, Industrie, Migration, Wohnungsbau und den Hafen- und Industrieraum Marghera. Dieser moderne Stadtzusammenhang bildet den Hintergrund des Museums.
Die Fondazione di Venezia verfolgte seit den 2000er-Jahren die Idee, im Zentrum von Mestre ein Kulturquartier zu schaffen. Dafür wurde ein zuvor wenig zugänglicher innerstädtischer Bereich zwischen Via Poerio, Via Brenta Vecchia, Via Giovanni Pascoli und Corte Legrenzi neu geordnet. Ziel war ein offenes Stadtareal mit Wegen, Höfen, kulturellen Nutzungen, Bildungsangeboten und öffentlichen Räumen – nicht allein ein einzelnes Museumsgebäude.
2010 schrieb die Fondazione di Venezia einen internationalen Wettbewerb für M9 aus. Den Zuschlag erhielt das Berliner Architekturbüro Sauerbruch Hutton. Der Entwurf verband Neubauten mit restaurierten Bestandsgebäuden und machte aus einem zuvor fragmentierten Areal einen durchlässigen Stadtbaustein. Das Museum sollte damit im Zentrum von Mestre neue Wege und Bezüge schaffen, statt isoliert zu stehen.
Eröffnet wurde M9 im Dezember 2018. Der Museumsinhalt konzentriert sich auf das 20. Jahrhundert in Italien: ein Jahrhundert, in dem sich Alltag, soziale Strukturen, Arbeit, Mobilität, Wohnen, Medien und politische Ordnung stark veränderten. M9 zeigt diese Entwicklungen über Familienbilder, Konsumgüter, Fernsehformate, Werbung, Verkehr, Mode, Arbeit und Sprache, nicht nur über die großen politischen Ereignisse.
Institutionell steht das Museum im Umfeld der Fondazione di Venezia. Die Fondazione M9 ist für das Museum des 20. Jahrhunderts zuständig; M9 District verwaltet das Quartier und seine kulturellen, sozialen und städtischen Nutzungen. Das Haus ist damit als Kulturort im Zentrum von Mestre angelegt, nicht nur als Ausstellungsgebäude.
Architektur
Die Architektur von M9 stammt von Sauerbruch Hutton, einem Büro für Architektur, Stadtplanung und Design. In Mestre bestand die Aufgabe darin, ein neues Museum nicht als isolierten Baukörper zu setzen, sondern in ein vorhandenes Stadtgefüge einzufügen. Das Areal war zuvor nur eingeschränkt zugänglich; der Entwurf öffnete es mit neuen Wegen, Durchgängen und Höfen.
Zum M9 District gehören mehrere bauliche Schichten. Drei neue Gebäude wurden errichtet, darunter der eigentliche Museumsbau mit seiner kompakten Form und farbigen Keramikfassade. Hinzu kommen restaurierte Bestandsbauten: ein Gebäude aus den 1970er-Jahren sowie das ehemalige Convento delle Grazie aus dem späten 16. Jahrhundert an der Via Poerio. Dessen Innenhof wurde überdacht und erhielt eine neue öffentliche und kommerzielle Funktion.
Die Wege im Quartier sind als zusammenhängende gepflasterte Fläche angelegt, die zuvor getrennte oder schwer zugängliche Teile der Stadt zusammenführt. M9 funktioniert deshalb auch außerhalb des Museumsbesuchs als Stadtraum: Man kann das Quartier durchqueren, den Hof nutzen, Veranstaltungen besuchen oder die Architektur im Zusammenhang mit Mestre betrachten.
Die Materialien sind bewusst unterschiedlich gewählt. An den Neubauten fallen die farbigen keramischen Außenflächen auf, die auf die Töne der Umgebung reagieren. Im Inneren und in den öffentlichen Bereichen begegnen Besucher Sichtbeton, Holz, Glas und Trachyt. Diese Materialien erzeugen keinen historischen Stil, sondern eine klare Gegenwartsarchitektur, die auf den Ort bezogen bleibt.
Ein zentraler Teil des Projekts ist die Nachhaltigkeit. Der M9 District wurde mit Lösungen für Energieeinsparung, eigene Energieproduktion und ein besseres Mikroklima geplant. Dazu gehören Photovoltaikflächen, geothermische Anlagen, ein begrüntes Dach und die Überdachung des früheren Kreuzgangs, die Regen und direkte Sonneneinstrahlung reduziert. Das Quartier erhielt eine LEED-Gold-Zertifizierung für Umwelt- und Energiequalität.
Ausstellungen und Sammlungen

M9 erzählt die Geschichte des 20. Jahrhunderts in Italien über digitale Quellen, audiovisuelle Archive und interaktive Installationen. Der Begriff Sammlung ist hier anders zu verstehen als in einem klassischen Museum. Im Mittelpunkt stehen keine dauerhaft ausgestellten Gemälde, Skulpturen oder Alltagsobjekte, sondern eine kuratierte Auswahl aus Fotografien, Filmen, Tonaufnahmen, Fernsehsendungen, Zeitungen, Zeitschriften, Plakaten, Werbematerial und dokumentarischem Bildmaterial.
Die Inhalte stammen aus rund 150 italienischen und internationalen Archiven und Bibliotheken. Für die Ausstellung wurden mehr als 6.000 Fotos, 820 Videos, 500 Druckmaterialien, 400 Audiodateien und etwa 10 Stunden digitale Filme verarbeitet. Diese Materialien werden in Installationen übersetzt, die auf Berührung, Auswahl, Bewegung, Spiel, Bildprojektion und Ton reagieren.
Das Museum verzichtet auf einen festen Rundgang. Besucher können die Abschnitte der Ausstellung der Reihe nach ansehen oder einzelne Themen auswählen. Diese Struktur passt zum Inhalt: Das 20. Jahrhundert erscheint hier als Netz aus Alltagserfahrungen, politischen Umbrüchen, technischen Veränderungen und kulturellen Prägungen, weniger als geschlossene lineare Erzählung.
Die Ausstellung stellt große historische Ereignisse neben vertraute Dinge des Alltags: Fernsehen, Mobilität, Familienbilder, Konsum, Arbeit, Ernährung, Mode, Sport, Musik, Massenmedien, Religion und politische Beteiligung. So entsteht ein Museum, in dem sich nationale Geschichte mit persönlicher Erinnerung verschränkt.
Ergänzt wird die Dauerausstellung durch immersive Bereiche, die den multimedialen Charakter des Hauses weiterführen. Projektionen, digitale Bilder, Ton und interaktive Oberflächen erweitern den klassischen Museumsbesuch: Geschichte lässt sich hier über Bewegung, Auswahl und mediale Räume erschließen, nicht nur lesen oder betrachten.
Dauerausstellungen
Die Dauerausstellung von M9 erstreckt sich über zwei Etagen und ist in acht Themenbereiche gegliedert. Jeder Bereich behandelt einen anderen Zugang zum italienischen 20. Jahrhundert. Zusammen ergeben sie eine Geschichte von Gesellschaft, Alltag, Wirtschaft, Kultur und Identität – mehr als einen rein politischen Überblick.
Der erste Bereich, The way we were and are, widmet sich der Bevölkerung Italiens. Er behandelt demografische Veränderungen, soziale Strukturen, Körper, Familienformen, Rollenbilder und Lebensläufe. Hier wird sichtbar, wie sich Italien vom Land der Auswanderung und ländlichen Strukturen zu einer modernen, urbanisierten Gesellschaft entwickelte.
The Italian way of life richtet den Blick auf Konsum, Wohnen, Kleidung, Ernährung, Freizeit und Gewohnheiten. Der Abschnitt zeigt, wie sich Alltagskultur im 20. Jahrhundert veränderte: durch Massenproduktion, neue Medien, elektrische Geräte, Mobilität, Tourismus und neue Formen des Familienlebens.
Money Money Money behandelt Arbeit, Wohlstand, Produktion, Krise und wirtschaftliche Entwicklung. Dazu gehören Industrialisierung, Nachkriegsboom, Konsumgesellschaft, Arbeitswelten und regionale Unterschiede. The race for progress konzentriert sich auf Technik, Wissenschaft, Medizin, Verkehr und Innovation. Hier treten Erfindungen, Infrastrukturen und Fortschrittsvorstellungen in den Vordergrund.
Take a look around beschäftigt sich mit Landschaft, Stadtentwicklung, Wohnformen, Umwelt und Raumveränderungen. Der Abschnitt zeigt, wie sich Italien durch Industrialisierung, Verkehr, Urbanisierung und Tourismus räumlich wandelte. Res publica behandelt Staat, Institutionen, Parteien, Verfassung, politische Konflikte und demokratische Beteiligung.
Die letzten beiden Bereiche, Forging the Italian identity und The Italian identity, widmen sich Bildung, Medien, Kultur, Sprache, Religion, Sport, Musik, Film und den Bildern, über die sich Italien selbst wahrnimmt. Sie zeigen: Nationale Identität steht nicht fest, sondern bildet sich durch Schule, Fernsehen, Presse, Rituale, Populärkultur und gemeinsame Erinnerungen immer wieder neu.
Sammlungen
M9 besitzt keine Sammlung im klassischen Sinn eines Kunstmuseums. Seine Grundlage ist ein digitales und dokumentarisches Materialarchiv, das aus zahlreichen Institutionen zusammengeführt wurde. Fotografien, Filme, Tonaufnahmen, Fernsehausschnitte, Werbebilder, Zeitungsseiten, Plakate und private Aufnahmen bilden das Rohmaterial der Ausstellung.
Diese Quellen stammen aus Archiven, Bibliotheken, Mediensammlungen und historischen Beständen. Für das Museum wurden sie ausgewählt, digitalisiert, geordnet und in interaktive Formate übertragen. Die Sammlung besteht deshalb weniger aus einzelnen Originalobjekten als aus einem kuratierten Zugang zum visuellen und akustischen Gedächtnis des 20. Jahrhunderts.
Diese Struktur unterscheidet M9 von vielen historischen Museen, in denen Objekte ihre materielle Herkunft zeigen: Gemälde, Möbel, Kleidungsstücke, Maschinen oder Dokumente. In M9 treten stattdessen mediale Spuren in den Vordergrund. Das Jahrhundert erscheint als Epoche der Bilder, Stimmen, Geräusche, Statistiken, Sendungen und reproduzierten Erinnerungen.
Die Inhalte wurden nach Angaben des Museums von mehr als vierzig italienischen Expertinnen und Experten ausgewählt. So bringt M9 historische Forschung, Sozialgeschichte, Mediengeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Kulturwissenschaft und Ausstellungsgestaltung zusammen.
Die Sammlung beschränkt sich nicht auf eine einzelne Objektgruppe. Sie umfasst politische Reden und Alltagsbilder, Konsumwerbung und Familienfotografien, Industrieaufnahmen und Fernsehmomente, Dokumentarfilm und Populärkultur – ein begehbares System, in dem Besucher das 20. Jahrhundert über eigene Entscheidungen erschließen.
Bedeutung und Einordnung
M9 nimmt innerhalb der venezianischen Museumslandschaft eine ungewöhnliche Rolle ein. Während die meisten bekannten Museen in Venedig mit Kunst, Palästen, Kirchen, Republikgeschichte oder internationalen Sammlungen verknüpft sind, liegt M9 auf dem Festland und widmet sich der jüngeren italienischen Geschichte. Es verlagert den Blick von der Lagune nach Mestre und vom historischen Venedig zum modernen Italien.
Das passt zur Stadt selbst: Mestre wurde stark vom 20. Jahrhundert geprägt. Wachstum, Verkehr, Industrie, Migration, Wohnungsbau und die Nähe zu Marghera gehören zu seiner Geschichte. Ein Museum über das 20. Jahrhundert steht hier also nicht nur thematisch, sondern auch städtebaulich am richtigen Ort: Es befindet sich in einer Stadt, deren Gestalt durch genau jene Entwicklungen geprägt wurde, die M9 untersucht.
Als Museumsmodell steht M9 für einen digitalen und partizipativen Zugang zu Geschichte. Besucher wählen aus, berühren, vergleichen, hören und betreten Medienräume, statt nur Texte zu lesen oder Objekte zu betrachten. Das Museum arbeitet stärker mit Erfahrung und Navigation als mit einer klassischen chronologischen Präsentation.
Architektonisch gehört M9 zu den wichtigen Museumsneubauten im Raum Venedig seit der Jahrtausendwende. Der Entwurf von Sauerbruch Hutton bringt Neubau, Bestand, Quartiersentwicklung und Nachhaltigkeit zusammen. Die Architektur dient nicht nur dem Museum, sondern ordnet ein Stück Innenstadt neu.
Für Besucher ergänzt M9 die klassischen Kulturorte Venedigs um eine andere Perspektive. Wer nach Dogenpalast, Gallerie dell’Accademia oder Ca‘ Rezzonico auch das moderne Italien verstehen möchte, findet hier Themen, die näher an Alltag, Medien, Arbeit, Konsum und politischer Geschichte liegen.
Highlights
Zu den besonderen Höhepunkten von M9 gehören weniger einzelne Objekte als Themenräume, Medieninstallationen und die Architektur des Quartiers. Besonders sehenswert sind:
- Die acht Themenbereiche
Die Dauerausstellung behandelt Bevölkerung, Alltag, Wirtschaft, Fortschritt, Landschaft, Staat, Bildung, Medien und Identität und ergibt so einen breiten Blick auf das italienische 20. Jahrhundert. - Die interaktiven Installationen
M9 arbeitet mit Bildschirmen, Projektionen, Spielen, virtuellen Formaten und digitalen Archiven. Besucher können Inhalte auswählen und den Rundgang nach eigenen Interessen gestalten. - Das audiovisuelle Archivmaterial
Fotografien, Filme, Radiobeiträge, Fernsehausschnitte, Zeitungen, Magazine und Werbematerial machen das Jahrhundert als Mediengeschichte erfahrbar. Viele Inhalte stammen aus Archiven, die im Alltag kaum zugänglich sind. - Die Architektur von Sauerbruch Hutton
Die farbigen Keramikfassaden, die kompakten Neubauten und die Einbindung restaurierter Bestandsgebäude prägen den Charakter des Quartiers. Der Museumsbau ist selbst Teil des Besuchs. - Der überdachte Kreuzgang
Das ehemalige Convento delle Grazie wurde restauriert und in das Quartier eingebunden. Sein überdachter Innenhof dient heute als öffentlicher Raum für Begegnung, Veranstaltungen und städtische Nutzung. - Das nachhaltige Energiekonzept
Photovoltaik, Geothermie, Dachbegrünung und Maßnahmen gegen Überhitzung zeigen, dass M9 auch als gebautes Projekt auf Zukunftsfragen antwortet. - Die Lage in Mestre
M9 steht nicht in der historischen Lagunenstadt, sondern auf dem venezianischen Festland – und trifft damit direkt auf die eigenen Themen: Stadtwachstum, Verkehr, Arbeit, Konsum, Industrie und gesellschaftlicher Wandel.
Wer den Besuch thematisch erweitern möchte, kann M9 mit einem Spaziergang durch Mestre verbinden. Die Umgebung des Museums zeigt unmittelbar, wie stark das venezianische Festland von den städtischen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen des 20. Jahrhunderts geprägt wurde.
Tickets, Preise und Angebote
Der Eintritt zur Dauerausstellung im M9 kostet regulär 12,00 €, ermäßigt 8,00 €. Kinder bis einschließlich 6 Jahre sowie Menschen mit Behinderung haben freien Eintritt. Familien mit zwei Erwachsenen und einem Kind im Alter von 7 bis 18 Jahren können ein Familienticket für 20,00 € erwerben.
Am einfachsten kaufen Sie Ihre Tickets vorab online. Wenn Sie neben der Dauerausstellung auch eine Sonderausstellung besuchen möchten, empfehlen wir das Kombiticket. Es kostet regulär 16,00 € und ermäßigt 12,00 €.
Für den multimedialen Rundgang durch das 20. Jahrhundert sollten 2 bis 3 Stunden eingeplant werden.
Museen in der Umgebung vom M9 – Museo del ’900
Das M9 – Museo del ’900 liegt nicht am Wasser, sondern mitten in der Fußgängerzone von Mestre, nur wenige Gehminuten von der Piazza Ferretto entfernt – ein deutlicher Kontrast zum historischen Venedig. Auch andere Museen und kulturelle Adressen der Stadt sind von hier aus in kurzer Zeit erreichbar, sodass sich der Besuch gut mit einem Spaziergang durch Mestres Zentrum verbinden lässt.
Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktinfos
Um Ihren Besuch im Museum zu planen, finden Sie hier alle wichtigen Informationen zur Adresse, zu den Öffnungszeiten und zu den Kontaktmöglichkeiten vom M9 – Museo del ’900 in Venedig.
Häufige Fragen zum M9 – Museo del ’900
Wer einen Besuch plant oder sich für moderne Geschichte, Medien und Architektur interessiert, hat häufig ähnliche Fragen. Die folgenden Antworten geben einen schnellen Überblick über die wichtigsten Informationen zu M9 – Museo del ‚900 in Venedig-Mestre.
M9 ist ein Museum zur Geschichte Italiens im 20. Jahrhundert. Es zeigt politische, soziale, wirtschaftliche, kulturelle und technische Veränderungen über multimediale und interaktive Installationen.
Für deutsche Besucher ist „M9 – Museo del ‚900″ die beste Bezeichnung. Sie verbindet den offiziellen italienischen Namen mit der klaren geografischen Einordnung in Mestre, dem Festlandsteil der Stadt Venedig.
M9 befindet sich im Zentrum von Mestre, nahe der Piazza Ferretto und der Via Giovanni Pascoli. Mestre gehört administrativ zur Stadt Venedig, liegt aber auf dem Festland und nicht in der historischen Lagunenstadt.
Die Dauerausstellung umfasst acht Themenbereiche zu Bevölkerung, Alltag, Wirtschaft, Fortschritt, Landschaft, Staat, Bildung, Medien und italienischer Identität. Sie erstreckt sich über zwei Etagen und arbeitet mit mehr als 60 Installationen.
M9 ist kein klassisches Kunstmuseum. Es ist ein Geschichts- und Kulturmuseum zum 20. Jahrhundert, das mit digitalen Quellen, Bildern, Filmen, Tonaufnahmen, Medienmaterial und interaktiven Formaten arbeitet.
Das M9-Quartier wurde vom Architekturbüro Sauerbruch Hutton entworfen. Der Entwurf verbindet neue Museumsbauten, restaurierte Bestandsgebäude, öffentliche Wege und nachhaltige Energielösungen.
Ja. Viele Inhalte werden über Bilder, Filme, Spiele, Klang, Interaktion und immersive Räume vermittelt. Dadurch eignet sich M9 auch für Familien, Schulklassen und Besucher, die Geschichte anschaulich erleben möchten.
Besonders sehenswert sind die acht Themenbereiche der Dauerausstellung, die interaktiven Installationen, das audiovisuelle Archivmaterial, die Architektur von Sauerbruch Hutton und der überdachte Kreuzgang des ehemaligen Convento delle Grazie.



